DTM: Nachgefragt bei … Audi-Pilot Edoardo Mortara

GT Asia mit Edoardo Mortara (c)Audi

Audi-Pilot Edoardo Mortara wird kommendes Wochenende genauso wie DTM-Champion Marco Wittmann und Augusto Farfuß (beide BMW) in einem GT-Fahrzeug den Macau Grand Prix bestreiten. Mortara fühlt sich in Macau besonders wohl, hat dort bereits fünfmal gewonnen.

2009 und 2010 Sieg im Formel-3-Rennen, 2011 bis 2013 Sieg im GT-Cup. Am kommenden Wochenende können Sie Ihren sechsten Sieg in Folge beim Macau Grand Prix holen. Wer sind die größten Konkurrenten?
Das sind einige. Im GT-Cup starten mit Marco Wittmann und Augusto Farfus zwei aktuelle sowie mit Maro Engel und Renger van der Zande zwei ehemalige DTM-Piloten. Die sind stark einzuschätzen. Genauso wie natürlich Laurens Vanthoor, der im Team der Audi race experience dieses Jahr mein Teamkollege ist. Er hat mit dem Audi R8 LMS ultra die Blancpain Endurance Series und die GT Series gewonnen. Aber vielleicht gibt es auch Überraschungen. Immerhin starten jetzt Fahrer mit Autos elf unterschiedlicher Marken. Es ist schwierig, die Stärken im Vorfeld einzuschätzen.

Ist es eher ein Fluch oder ein Segen, einen starken Teamkollegen an der Seite zu haben?
Es ist nicht das erste Mal, dass Laurens und ich für dasselbe Team antreten. Wir haben die Saison 2010 zusammen in der Formel 3 Euro Serie für das Volkswagen-Team Signature bestritten. Von daher kennen wir uns gut. Einen starken Teamkollegen zu haben, ist positiv. Laurens ist sehr talentiert und er hat in den vergangenen zwei, drei Jahren einen enormen Sprung in seiner Karriere gemacht. Ich denke, er wird mein härtester Konkurrent in Macau sein.

Können Sie Ihre Herangehensweise in Macau nach so vielen erfolgreichen Jahren immer noch perfektionieren?
Ich habe mir in den vergangenen Jahren großes Wissen zu der schwierigen Strecke angeeignet. Ich weiß, was funktioniert und was nicht. Gegenüber Neulingen habe ich natürlich einen Vorteil. 100 Prozent wird man aber nie erreichen. Ich arbeite daran, so nah wie möglich an die Perfektion heranzukommen. Ich schaue mir zum Beispiel Videos von Macau-Rennen an, um mir den Kurs immer wieder zu vergegenwärtigen.

Haben Sie bei der Abstimmung des Autos für Macau eine besondere Strategie im Kopf?
Nein. Macau ist so vielfältig, dass es nicht möglich ist, die Abstimmung in eine bestimmte Richtung, sei es Höchstgeschwindigkeit oder möglichst viel Abtrieb, vorzunehmen. Es gibt schnelle Kurven, langsame Kurven und lange Geraden. Man muss im Prinzip auf alles vorbereitet sein.

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