Formel E: Daniel Abt mit Zuversicht nach Malaysia

Die Formel E macht am 22.November Station in Putrajaya. Nach dem vielversprechenden Premierenauftakt in Peking reist der Formel E-Zirkus zum zweiten e-Prix nach Malaysia.

Das deutsche Audi Sport Team Abt feierte einen perfekten Einstand in die neue vollelektrische Formel-Serie, Lucas di Grassi war in Peking der große Sieger. Sein Teamkollege Daniel Abt feierte ebenfalls einen gelungenen Einstand. Der Abt-Sprössling wurde nach Platz 3 im Rennen auf Platz 10 zurückversetzt, da er zuviel Energieverbrauch hatte. Die Enttäuschung, nicht auf dem Siegerpodest zu stehehen, ist mittlerweile verflogen. Jetzt gilt die volle Konzentration auf Malaysia.

Ich habe mich mit Daniel Abt vor dem bevorstehenden zweiten Formel-E-Saisonlauf am Rande des DTM-Saisonfinales in Hockenheim unterhalten.

-Freuen Sie sich auf das zweite Rennen ?

Abt: „Definitiv, es war für mich eine zu lange Pause, das ist ein bißchen schade. Es wäre schöner gewesen, wenn es gleich weitergeht, weil man besser in den Rennrhythmus reinkommt. Wir werden uns für Putrajaya gut vorbereiten, die Zeit sinnvoll nutzen und aus den Fehlern lernen, um uns zu verbessern. Dann greifen wir wieder an.“

-Hat es soviele Fehler in Peking gegeben?

Abt:„Es hat unheimlich gut angefangen, gerade im Freien Training und im Qualifying. Wenn man sich ansieht, wieviele Fehler die anderen Piloten gemacht haben, die speziell die zahlreichen Unfällen gebaut gaben, da waren wir vom Abt-Team wirklich gut aufgestellt. Wir haben das Formel-E-Auto immer heil gelassen, im Qualifying alles richtig gemacht und uns mit Platz 3 gut plaziert. Im Rennen kommt es oft zu ungewohnten Situationen. Das Safety-Car kam raus, ich mußte früher in die Box, dann funktioniert etwas nicht. Es gab ein paar Dinge, die schiefgingen, der Boxenstop, das System und mit meinem zuvielen Energieverbrauch am Ende. Da muß ich daraus lernen und es beim nächstenmal besser machen. „

-Ist der Ärger nach der Zurückversetzung mittlerweile verflogen?

Abt:„Ja, natürlich. Es war im ersten Moment unglücklich, ein sehr beschissenes Gefühl, gerade mit meinen letzten zwei Jahren aus der GP2 zu kommen und dann gleich einen Podestplatz einzufahren, wäre für mich unheimlich gut gewesen. Im ersten Moment konnte ich es kaum begreifen, aber klar, die Regeln sind so und wir haben ja noch ein paar Chancen, positive Ergebnisse zu wiederholen.“

-Jeder Pilot hat auf das Premierenrennen hingefiebert. Wie war es bei Ihnen?

Abt:„Ich muß sagen, die ganze Veranstaltung, der ganze Tag hat unheimlich viel Spass gemacht. Es war einfach cool, daß es komplett durchgetaktet war. Es war viel Interesse da, viele Menschen vor Ort, viele, die sich dafür interessierten. Ich habe es selber gemerkt, wieviele Nachrichten nach jeder Session, dem Freien Training und dem Qualifying bei mir reingekommen sind. Ich habe es sehr genossen. Bei einer neuen Serie muß man sich in allen Bereichen verbessern, das wissen die Organisatoren selber am Besten. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen, dann wird es noch richtig gut werden.“

-Was haben Sie sich für Malaysia vorgenommen?

Abt:„Ich möchte an die gute Leistung von Peking anknüpfen, die wir jetzt gesehen haben. Wir waren im Qualyfing sehr gut aufgestellt und im Rennen. Die ganzen Themen, die da schiefgegangen sind, sind uns bekannt. Wir haben alles analysiert. Wir werden uns alle zusammensetzen und das besprechen und sorgen dafür, daß wir es in Putrajaya besser machen. Die anderen Teams schlafen auch nicht, wir müssen wirklich hart arbeiten, schauen, daß alles passt. Ich bin mir sicher, daß wir alles hinbekommen.“

-In welchere Serie wird härter gefahren, GP2 oder Formel-E?

Abt:„Das kann man nicht wirklich vergleichen. Ich habe das Gefühl, daß die Piloten in der Formel-E unheimlich erfahren sind. Sie haben schon den nötigen Respekt und fahren durch ihre Erfahrung viel besonnener als die GP2-Piloten. Klar, das Rennende in Peking mit dem Unfall Prost und Heidfeld spricht eigentlich dagegen, aber im Großen und Ganzen fand ich das Rennen sehr, sehr fair. Alle Fahrer haben den nötigen Respekt.“

-Wie waren für Sie die Reaktionen nach dem Rennen, haben Sie viel Zuspruch bekommen?

Abt:„Viele Zuschauer haben zuerst gar nicht realisiert, daß ich rausgenommen wurde.Daher bekam ich erstmal sehr viele Glückwünschnachrichten auf dem Handy. Danach kamen dann die Mitleids-SMS-Nachrichten. Die ganze Motorsportwelt hat auf die Formel-E geschaut. Es ist sehr schön, daß die Leute Interesse an der Formel-E haben.“

-Wie sieht Ihre Vorbereitung auf das zweiten Formel-E-Rennen aus?

Abt:„Ich habe am Dienstag am 28.Oktober einen Indy-Car-Test in den USA. Sicherlich eine spannende Sache, die ich mir mal ansehen werde. Ansonsten werden wir uns alle nochmals zusammenhocken, Themen besprechen. Fahrerisch gibt es bis zum ePrix in Putrajaya nichts mehr. Es wird keine Testfahrten mehr bis dahin geben.“

-Werden Sie möglicherweise 2015 in der Indy-Car-Serie fahren?

Abt:„Ich möchte es nicht ausschließen. Dieses Thema ist schon noch sehr weit weg. Jetzt mache ich erstmal den Test, der mir viel Freude bereitet. Ich freue mich ungemein darauf. Ich schaue mir mal alles an. Das Interesse von mir ist da, es hat ja einen Grund, warum ich den Test mache. Es ist schwer zu sagen, was sich daraus entwickelt. Alles andere wird man sehen.“

-Was erwarten Sie bei Ihrem Formel-E-Heimspiel in Berlin im Mai 2015?

Abt:„Das ist schwer zu sagen.Ich hoffe, daß viele Leute vor Ort sein werden. Bis Mai wird sich die Serie sicher noch weiterentwickeln. Ich glaube, es ist ganz gut, daß Berlin nicht gleich zu Saisonbeginn Austragungsort ist. Bis dahin werden viele Dinge verbessert sein. Wir hoffen, beim Heimspiel eine gute Show zu bieten. Es wäre schön, wenn wir dort viel Zuspruch bekommen, uns viele Leute die Daumen drücken.“

-Auf welche Location in der Formel-E freuen Sie sich am Meisten?

Abt:„Es sind sehr viel gute Locations dabei. Ich war ja kürzlich beim Indy-Car-Rennen in Fontana, in der Nähe von Los Angeles. Los Angeles hat mir unheimlich gut gefallen, daher freue ich mich schon sehr auf den ePrix in Long Beach in Kalifornien. Es wird eine coole Sache.“

 

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