DTM: Nachgefragt bei … Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich

Motorsports / DTM 10. race Hockenheim (c)Audi

Herr Dr. Ullrich: Kann man sagen, Hockenheim stand ganz im Zeichen der Vier Ringe?
Absolut. Die Vier Ringe hatten in Hockenheim wirklich einen großen Auftritt – und zwar an allen drei Tagen. Am Freitag haben wir den Audi Sport TT Cup präsentiert, eine neue Rennserie, die 2015 im Rahmen der DTM ausgetragen wird. Am Samstag hatten wir im DTM-Qualifying sechs Autos in den Top Acht und drei ganz vorne. Das gibt es in der DTM nur ganz selten. Am Sonntag hat Audi dann erst mit dem sportlichsten pilotierten Auto der Welt Vorsprung durch Technik gezeigt und anschließend mit einer eindrucksvollen Performance im DTM-Finale. Es war ein rundum perfektes Wochenende für Audi – vor einer tollen Kulisse.

Was bedeutet der Gewinn des DTM-Herstellertitels für Audi?
Dass Audi in der DTM 2014 der beste Hersteller war und eine insgesamt starke Leistung gezeigt hat. Der Audi RS 5 DTM war vom ersten Rennen an schnell. Er stand schon beim Saisonauftakt auf der Pole-Position und war bei allen zehn Veranstaltungen siegfähig. Wir haben in diesem Jahr die meisten Podiums geholt. Nur mit dem Sieg wollte es lange einfach nicht klappen. Das war hart für die Mannschaft, die aber nie aufgegeben hat. In Zandvoort ist der Knoten endlich geplatzt und der Dreifachsieg beim Finale ist natürlich ein toller Saisonabschluss.

155.000 Zuschauer haben das DTM-Wochenende in Hockenheim erlebt – eine eindrucksvolle Kulisse …
Wenn ich richtig informiert bin, waren das mehr Zuschauer als im Sommer beim Formel-1-Grand-Prix. Das spricht eindeutig für die DTM, zumal die Entscheidung in der Fahrerwertung schon gefallen war. Ich denke, die Zuschauer haben eine Menge geboten bekommen – und dürfen sich schon auf die Saison 2015 freuen.

Dann startet im Rahmen der DTM auch der neue Audi Sport TT Cup. An wen richtet sich diese neue Rennserie?
Mit dem Audi Sport TT Cup ermöglichen wir den Einstieg in den Motorsport mit Audi. Wir suchen weltweit Talente, die sich in einem tollen Umfeld – der DTM – beweisen dürfen. Dem Sieger winkt eine Förderung im GT-Sport. Und wer weiß: Vielleicht entdecken wir auch neue Talente für die DTM oder die WEC.

Das pilotierte Fahren zieht bei Audi also noch nicht in den Motorsport ein?
Noch müssen Eki, Rocky & Co keine Angst vor AJ und Bobby haben. Aber ich denke, jeder, der den fahrerlosen Audi RS 7 piloted driving concept heute auf dem Hockenheimring gesehen hat, wird beeindruckt gewesen sein, was technisch heute schon möglich ist. Ich finde es toll, dass Audi den Motorsport und die Rennstrecke nutzt, um den Stand der Technik einem breiten Publikum zu präsentieren. Es zeigt einmal mehr den engen Bezug zwischen Motorsport und Serie bei Audi und zielt darauf ab, noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu generieren.

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