DTM-Piloten fiebern dem Champions League Finale entgegen

Ekström und Scheider,Audi (c)Audi
Am Samstag steigt das große Fussball-Champions-League-Finale Borussia Dortmund gegen Bayern München im Londoner Wembley-Stadion. Ganz Deutschland ist elektrisiert von diesem deutsch-deutschen Finale. Auch die DTM-Piloten fiebern dem Endspiel entgegen. Während Audi-Pilot Timo Scheider der Borussia die Daumen drückt, hofft Markenkollege Mattias Ekström auf einen Bayern-Sieg.

Audi Warm Up DTM 20132013-24
Auch der Spanier Miguel Molina, der sich erst kürzlich mit Landsmann Javi Martinez getroffen hat, wünscht sich einen Sieg der Münchner.
Der Audi RS 5 mit der Startnummer 20 von Molina präsentierte sich übrigens beim letzten DTM-Lauf in Brands Hatch in einem neuen Design. Der Rennbolide des Spaniers warb für den Audi Cup, der am 31. Juli und 1. August in München ausgetragen wird. Auf Einladung von Audi treffen sich der FC Bayern München, Manchester City, AC Mailand und der brasilianische Top-Club FC São Paulo zu einem Kurzturnier in der Allianz Arena. Audi wünscht sich sicherlich einen Erfolg der Bayern, der Audi-Cup mit dem frischgebackenen Champions-League-Gewinner wäre doch beste Werbung.
Audi Warm Up DTM 2013-4 Audi Sport Team Abt Sportsline Teamchef Hans-Jürgen Abt ist großer Fan von Bayern’s Mittelfeldass Franck Ribery und drückt natürlich den Bayern ganz fest die Daumen.

BMW-Pilot Timo Glock zählt ebenso zu den eingefleischten Fussballfans, der ehemalige Formel-1-Pilot hatte ja die große Ehre, in der ARD das DFB-Pokalhalbfinale auszulosen (die Bayern werden es ihm mit dem Heimspiel gegen Wolfsburg (6:1) heute noch danken).
Mercedes-Speerspitze Gary Paffett gehört ebenfalls zu den begeisterten Fussballfans:”Ich bin totaler Fußball-Fan, habe früher selber gespielt.” Für wen sein Herz in seiner Heimat schlägt, ist mir leider nicht bekannt. Zumindest hat er sich über den Vorjahreserfolg von Chelsea London gegen die Bayern in München gefreut. Kann man ja auch als Brite verstehen.
Obwohl ich mir einen Sieg der Bayern wünsche (naja als Münchner kann man das leicht nachvollziehen) , tippe ich diesmal auf Dortmund, da die leichte Überheblichkeit der Bayern bestraft wird.


Mercedes ist wieder auf der Erfolgsspur

So jubeln Helden, Robeert Wickens (c)Mercedes
Mercedes ist in der DTM wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nachdem miserablen Qualifying-Abschneiden am Samstag, Bestplazierter war der elfplazierte Gary Paffett, folgte eine sehr starke Leistung der Stuttgarter am Renntag. Gleich vier Mercedes-Boliden fuhren in die Punkteränge, das war nach dem Qualifying überhaupt nicht zu erwarten. So freute sich auch Motorsport-Chef Toto Wolff: „Über Nacht hat sich fast ein kleines Wunder ereignet: Der Sonntag war für uns viel besser als der Samstag. Das Rennergebnis ist gut für die DTM – alle drei Hersteller standen auf dem Podium. Nach dem schwierigen Qualifying am Samstag bin ich mit vier unserer Autos in den Top-10 zufrieden. Gary ist ein starkes Rennen von Startplatz elf gefahren und unsere Junioren haben erneut ihr Talent gezeigt, allen voran Robert Wickens, der mit einer fantastischen Leistung sein erstes DTM-Podium eingefahren hat. Aber auch Pascal Wehrlein, der seinen ersten Punkt holte, und Christian Vietoris sind ein sehr gutes Rennen gefahren. Auf dieser Strecke gehört das Glück des Tüchtigen dazu und der Renngott war heute auf unserer Seite – manchmal muss man auf einer solchen Strecke eben die nötige Portion Glück haben.“

Besonders der 3.Platz des Kanadier Robert Wickens Robert Wickens auf dem Mercedes AMG C-Coupé sorgte für eine faustdicke Überraschung. Für den Mercedes-Junior ist es der erste Podestplatz in seinem 13. Rennen in der DTM. Der 24-jährige Wickens verbesserte sich im Verlauf der 98 Rennrunden von Startplatz 13 um zehn Positionen. „Mein erstes Podium in der DTM und das von Startplatz 13 in Brands Hatch, wo Überholmanöver nicht einfach sind – damit hätte ich vor dem Rennen niemals gerechnet! Mein Ziel war es, in die Punkte zu fahren. Ich wusste, dass ich dafür einen guten Start brauchte und an den Fahrern mit Basis-Reifen vor mir vorbeikommen musste – das ist mir sehr gut gelungen. Meine Rennpace hat mich positiv überrascht und ich konnte Fahrer mit Option-Reifen auf den Basis-Reifen einholen. Der mittlere Stint verlief perfekt für mich. Ich hatte zwei sehr gute Boxenstopps und konnte das Rennen bis zum Ende kontrollieren. Dann war ich mitten in einem Interview, als es hieß, ich müsste schnell aufs Podium. Deshalb musste ich nach einem anstrengenden 98-Runden-Rennen die gesamte Boxengasse zum Podium hinuntersprinten! Aber es hat sich gelohnt: Es war ein super Gefühl, zum ersten Mal in der DTM Champagner zu kosten.“, so ein überglücklicher Wickens.
Pascal Wehrlein,Mercedes (c)Mercedes
Auch ein weiterer Junior, Pascal Wehrlein fuhr ein sensationelles Rennen. Vom 20.Startplatz ins Rennen gegangen schob sich der 18-jährige Mercedes-Neuling mit Platz 10 noch in die Punkteränge. Wahnsinn, was der junge Racer drauf hat. „In meinem zweiten Rennen den ersten Meisterschaftspunkt in der DTM zu holen, ist ein gutes Ergebnis. Vor allem, wenn man bedenkt, wie schwierig das Überholen auf dieser Strecke ist. Ich habe im Rennen zehn Positionen gut gemacht und einen Punkte geholt – das ist in Brands Hatch nicht schlecht. Natürlich wäre es besser gewesen, weiter vorne zu starten, aber nach dem kniffligen Qualifying geht das Ergebnis für mich in Ordnung.“, so Wehrlein.

Während Christian Vietoris mit Platz 8 ebenfalls wichtige Meisterschaftpunkte holte, war für Speerspitze Gary Paffett das Rennen mit Platz 6 enttäuschend. Der Brite fuhr bei seinem Heimrennen in Brands Hatch als Dritter über die Ziellinie, erhielt nach Rennende allerdings eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, weil er während einer Gelbphase zur Bergung des Autos von Augusto Farfus schneller als erlaubt gefahren sein soll. Paffett verlor damit seinen Podestplatz an Wickens und fiel auf Platz sechs zurück. “„Die Strafe ist für mich unverständlich. Ich bin in der Gelbphase vom Gas gegangen, aber wie soll ich in zehn Sekunden eine halbe Sekunde verlieren? Gerade in einer eng umkämpften Meisterschaft wie der DTM kommt es auf jeden Punkt an. Ich hoffe, dass uns die Punkte, die wir heute durch die Strafe verloren haben, in der Endabrechnung nicht fehlen. Unsere Rennpace und Strategie waren sehr gut und reichten, um hier aus eigener Kraft auf das Podium zu fahren. Daran wollen wir beim nächsten Rennen in Spielberg anknüpfen.“, so Paffett.
Button, Di resta (c)Mercedes
Prominente Daumendrücker im Mercedes-Lager waren am Wochenende die britischen Formel 1-Stars Jenson Button (McLaren Mercedes) und Paul Di Resta (Sahara Force India Mercedes), die unter anderem Gäste in einem Mercedes-Benz DTM-Renntaxi um den Kurs pilotierten.


BMW mit Punkteausbeute in Brands Hatch zufrieden

Spengler,BMW (c)BMW
Beim 2.Saisonlauf der DTM in Brands Hatch reichte es für BMW nicht mehr zum Sieg, eine 4 Rennen andauernde Siegesserie wurde von Audi durch Mike Rockenfellers Sieg gestoppt. Dennoch reisten die Münchner zufrieden von ihrem England-Trip ab. Motorsport-Chef Jens Marquardt: „Mit dem zweiten Saisonrennen können wir insgesamt zufrieden sein. Wenn man im Rennen drei Fahrer unter die ersten fünf bringt, dann ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Wenn man aber mit sechs Fahrern unter den ersten zehn der Startaufstellung ins Rennen geht, wäre durchaus noch mehr drin gewesen. Bruno Spengler als Zweiter und sein Team haben einen exzellenten Job gemacht. Ebenso freut es mich für Marco Wittmann, der in seinem erst zweiten DTM-Rennen als Vierter bereits gezeigt hat, welch großes Potenzial er besitzt. Auch Joey Hand als Fünfter hat über das gesamte Wochenende eine starke Leistung gezeigt. Pech hingegen hatte Augusto Farfus, der wie schon in Hockenheim klar auf Podiumskurs lag, ehe er wegen eines technischen Defekts ausscheiden musste. Einige Aktionen auf der Strecke waren grenzwertig, die Leidtragenden waren nicht zuletzt unsere Fahrer. Glückwunsch an Audi und Mike Rockenfeller zu diesem Sieg.“

Besonders Bruno Sprengler zeigte sich sehr zufrieden:”„Das war kein einfaches Rennen. Umso glücklicher bin ich über meinen zweiten Platz, und dass wir diese wichtigen Punkte einfahren konnten. Mein Team hat mir ein super Auto zur Verfügung gestellt, die Pace war sehr gut. Wichtig war auch, dass wir eine perfekte Strategie für das Rennen hatten und die Pitstops zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben. Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber der zweite Platz ist für Charly und Dieter Lamm auch ein schönes Geburtstagsgeschenk.”

Schnitzer-Teamchef Charly Lamm, der mit seinem Bruder Dieter Lamm, die Geschicke des Freilassinger Erfolgsteam führt, feierten beim DTM-Gastspiel auf der Insel ihren 58.Geburtstag und konnnten auf ein erfolgreiches Wochenende anstoßen:”„Dieser Podestplatz von Bruno Spengler ist ein schönes Geburtstagsgeschenk. Wir sind sehr glücklich, dass er sich mit einem guten Start und einer tollen Strategie noch auf Platz zwei vorarbeiten konnte. Mehr als der zwölfte Rang war für Dirk Werner kaum möglich. Im dichten Verkehr ist es auf dieser Strecke sehr schwierig, Boden gutzumachen. Unser Team hat wertvolle Punkte gesammelt – und das ist in dieser engen Serie sehr wichtig.“
Wittmann,BMW (c)BMW
BMW-Neuling Marco Wittmann zeigte wie schon beim seinem Debut am Hockenheimring ein beeindruckendes Rennen und erreichte mit dem neuen MTEK-Team Platz 4. „Ich denke, ich kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Bei meinem sehr guten Start bin ich von Platz sechs auf vier nach vorne gekommen. In der zweiten Kurve habe ich Bruno außen attackiert, aber weil ich keinen Unfall riskieren wollte, habe ich zurückgesteckt. Meine erste Runde war richtig gut und ich konnte eine Lücke auf Timo Scheider herausfahren. Mein erster Boxenstopp war vielleicht etwas spät und hat uns Zeit gekostet, aber generell war das Rennen gut. Im Verkehr habe ich einen Platz an Robert Wickens verloren. Er hat eine Lücke gesehen, wo eigentlich keine war und mich gezwungen, eine weite Linie zu fahren. Ich hatte mir vor dem Rennen als Ziel gesetzt, unter die Top-Fünf zu kommen, das habe ich geschafft.“, so Wittmann. Der 23-jährige aus Markt Erlbach bei Führt fuhr im Freien Training sogar die schnelleste Zeit und auch im Rennen zeigte er sein Potential. Der Podestplatz war in greifbarer Nähe. Nach Platz 9 beim Auftaktrennen und nun Platz 4, Wittmann macht seinem Teamkollegen und Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock mächtig Konkurrenz.

“Marco Wittmann ist super gestartet. Das war der Schlüssel dafür, dass er sich den starken vierten Platz sichern konnte. Wir lernen mit unserem Team permanent dazu. Und die Ergebnisse hier in Brands Hatch zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.” freute sich Teamchef Ernest Knoors.


Einstimmung aufs große Champions-League-Finale

Ekström und Scheider,Audi (c)Audi

Mattias Ekström und Timo Scheider nutzten das Gastspiel der DTM in Brands Hatch für einen Abstecher zum legendären Wembley-Stadion, in dem am kommenden Wochenende das Finale der Champions League ausgetragen wird. Der bekennende Borussia-Dortmund-Fan Scheider forderte seinen Teamkollegen mit Sympathien für den FC Bayern München zu einem kurzen Match vor der beeindruckenden Kulisse von Europas zweitgrößtem Stadion heraus – Teil zwei der Audi DTM Challenge. Sollte das Ergebnis einen Vorgeschmack auf das Spiel am nächsten Samstag geben, wird es schwer für die Borussia, im DTM-Rennen lag Ekström als Siebter zwei Plätze vor Scheider.


Nachgefragt bei … Dieter Gass

Dieter Gass, Audi (c)Audi
Der erste Sieg in diesem Jahr und für Sie in der Verantwortung als Leiter DTM bei Audi. Wie ist die Stimmung?
Die Freude an so einem Wochenende ist natürlich enorm. Besonders „Rocky“ war an beiden Tagen voll dabei und immer ganz vorn. Sein Sieg war das Sahnehäubchen eines ganz starken Auftritts.

Was war im Rennen von Brands Hatch der Schlüssel zum Erfolg?
Auf dem kurzen und engen Kurs war der Start extrem wichtig. „Rocky“ ist perfekt weggekommen und dann ist es ihm gelungen, mit den Optionsreifen einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Das hat ihn in eine komfortable Position gebracht. Die Strategie hat gepasst, die beiden Boxenstopps ebenso – und der Tag war perfekt.

Nach den ersten beiden Rennen: Wie zufrieden sind Sie mit den Neuerungen im Reglement der DTM?
Ich bin der Meinung, wir haben sowohl in Hockenheim als auch in Brands Hatch zwei spannende Rennen gesehen. Speziell hier in England war das in den vergangenen Jahren aufgrund der schwierigen Überholmöglichkeiten nicht immer so. Das zeigt, dass sich die neuen Ideen auszahlen und wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich ist es möglich, hier und da noch an Feinheiten zu arbeiten. Ich würde aber vorschlagen, die neuen Abläufe und Optionen erst einmal ein paar Rennen auf uns wirken zu lassen.

In zwei Wochen geht es zum Red Bull Ring nach Spielberg, auf dem Audi zweimal hintereinander siegte. Was sind die Erwartungen?
Wir haben sehr gute Erinnerungen an Spielberg – besonders natürlich Edoardo (Mortara), der gern an seinen Vorjahressieg anknüpfen würde. Das Anforderungsprofil in Österreich ist allerdings ein komplett anderes als zuletzt in England: Brands Hatch ist eine Abtriebs-Strecke, in Spielberg ist aerodynamische Effizienz gefragt. Ich bin guter Dinge, dass wir wieder wettbewerbsfähig sein werden.


Souveräner Start-Ziel-Sieg von Mike Rockenfeller in Brands Hatch

Brands Hatch Sieger Mike Rockenfeller,Audi (c)Audi

Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg beendete Mike Rockenfeller im Audi RS 5 DTM eine 4 Rennen andauernde Siegesserie von BMW im britischen Brands Hatch. Der 29-Jährige aus Neuwied überfuhr nach turbulenten 98 Runden und 189,042 Kilometern die Ziellinie als strahlender Sieger. Dahinter folgten die beiden Kanadier Bruno Spengler im BMW M3 DTM und Robert Wickens im DTM Mercedes AMG C-Coupé auf die Plätze 2 und 3. Ein Podium mit allen drei Herstellern, genau das wünschen sich die Motorsportfans. Insgesamt verfolgten am gesamten Wochenende 21.000 Zuschauer (im Vorjahr 27.000 Zuschauer) den ersten Auslandsauftritt der DTM im Jahr 2013.

Audi ist zurück im Kampf um die Meisterschaft. Zwei Rennen, zwei Pole-Positions für Audi und nun der erste Saisonsieg und die Tabellenführung. „Das war ein Rennen, wie man es sich als Rennfahrer wünscht“, sagte Mike Rockenfeller nach seinem Triumph. „Ich habe den Start gewonnen und konnte anschließend das Tempo bestimmen.”

Eine kleine Portion Glück und eine starke Leistung waren die Basis für den ersten Saisonsieg von Audi-Pilot Mike Rockenfeller. ‚Rocky’ war im Qualifying zum zweiten DTM-Lauf des Jahres Zweiter geworden, aber nach der Disqualifikation des vermeintlichen Pole-Manns Martin Tomczyk wegen eines zu leichten Fahrzeugs auf den besten Startplatz vorgerückt.

Bruno Spengler freute sich ebenfalls über seine Platzierung. „Mike war heute superschnell und hat einen sehr guten Job gemacht. Er war am Anfang schneller, ich am Ende, aber es hat nicht zum Überholen gereicht. Ich freue mich über das Podium und die Punkte“, erklärte Spengler.

Der drittplatzierte Robert Wickens konnte sein Glück nach seinem ersten Podiumsplatz kaum fassen. Zunächst hatte sein Markenkollege Gary Paffett als Dritter die Ziellinie überquert und war bereits auf dem Weg zur Siegerehrung. Da Paffett in einer Gelbphase seine Geschwindigkeit nicht ausreichend reduziert hatte, erhielt er jedoch nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe und rutschte so auf Platz sechs zurück. Wickens rückte auf und betrat statt Paffett das Podium. „Das ist wie ein Wunder. Herrlich, nach zwei Jahren mal wieder Champagner zu schmecken. Ich erwischte einen sehr guten Start, die neuen Options-Reifen halfen mir dabei sehr. Dazu zwei gute Stopps und ein wenig Glück am Ende – einfach perfekt“, sagte der 24-jährige Kanadier, der das Rennen von Startplatz 13 begonnen und eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt hatte.

In der Gesamtwertung übernahm Mike Rockenfeller durch seinen Sieg mit nunmehr 29 Zählern die Führung. Spengler folgt mit 28 und Augusto Farfus mit 25 Punkten auf Rang drei. Der BMW-Pilot aus Brasilien lag lange Zeit auf Platz zwei, ehe er aufgrund von Problemen an der Elektrik sein Fahrzeug abstellen musste.


A dominant lights-to-flag win for Mike Rockenfeller at Brands Hatch

Phönix-Teamchef Ernst Moser,Bruno Spengler,Mike Rockenfeller und Robert Wickens (c)Audi

With an undispute lights-to-flag victory in his Audi RS 5 DTM, Mike Rockenfeller crowned a successful DTM race weekend at Brands Hatch in the UK. After 98 action-packed laps and 189.042 kilometres, the 29-year old German crossed the finish line as the buoyant winner. Reigning DTM champion Bruno Spengler from Canada followed in second place with his BMW M3 DTM, 7.641 seconds down. Spengler’s compatriot Robert Wickens ended up third after a great recovery in Kent county with his DTM Mercedes AMG C-Coupé. Over the weekend, 21,000 spectators attended the first race of the 2013 DTM outside Germany.

A little bit of luck and a strong performance were the basis for Audi driver Mike Rockenfeller’s first race win of the season. In qualifying for the second DTM round of the year, ’Rocky’ had ended up second, but after the exclusion of erstwhile pole-sitter Martin Tomczyk as his car had been found to be underweight, he had moved up into the best starting grid position. “We have scored 25 points, that is just great. It was a nice race, which I was able to control quite well. My Audi worked perfectly and so were the two pit stops. Of course, going into every season, my goal is to become champion. Let’s see how the year continues,” the winner said after his second career win in the most popular international touring car series.

Bruno Spengler was also happy with his result. “Today, Mike was super fast and did a very good job. Initially, he was faster, and I was faster at the end, but it wasn’t enough to overtake. I am happy with my podium result and the points,” Spengler commented.

Third-placed Robert Wickens could hardly believe his luck after his maiden podium finish. Originally, his fellow Mercedes-Benz driver Gary Paffett had crossed the finish line in third place and was already on his way to the prize-giving ceremony. Because Paffett hadn’t sufficiently reduced his speed when yellow flags were out, he was given a post-race five seconds’ time penalty that made him drop back to sixth place. Wickens was promoted and stepped onto the podium instead of Paffett. “That is like a miracle. Great to taste some champagne again after two years. I had a very good start, during which the new option tyres helped me a great deal. Two good pit stops on top of that, and a little bit of luck at the end – just perfect”, said the 24-year old Canadian, who had started the race from 13th on the grid and shown a remarkable recovery.

With his victory, Mike Rockenfeller moved up into the lead of the drivers’ standings with a new total of 29 points. Spengler follows with 28 points and Augusto Farfus is third with 25 points. The BMW driver from Brazil was in second place for a long time, before he had to park his car due to electrical problems.

Here are the opinions of the heads:

Dieter Gass, head of DTM, Audi: “Not only this victory is a great reward for the hard work during the winter, but also the dominant way in which Mike Rockenfeller achieved this success. He dominated the race for 98 laps and didn’t make any mistakes. Strategically, his team has done everything right and delivered two perfect pit stops. Congratulations! At Hockenheim, we already saw that the Audi RS 5 DTM has a strong performance. Nice that we were able to turn this into a victory today and end BMW’s winning streak.”

Jens Marquardt, BMW Motorsport Director: “Today, Audi has shown a strong performance. We can simply be happy. Bruno has driven a great race and we had three cars in the top ten. Unfortunately, Augusto had a problem while on podium course. In his second race, Marco Wittmann has finished fourth, Joey Hand confirmed his good performance.”

Toto Wolff, head of Mercedes-Benz Motorsport: “For us, Sunday was clearly better than Saturday. For us, the result is very good. We are very happy to have brought four cars into the top ten. Robert, Christian and Gary have driven fantastic races, but we also had a bit of luck. Today, the racing god was on our side. A podium with all three brands, that is the way it should be.”


Mike Rockenfeller rockt die Islands und gewinnt Brands Hatch

Rockte Brands Hatch,Audi-Pilot Mike Rockenfeller (c)Audi

Beim 2.Saisonlauf der DTM in Brands Hatch gewann Audi-Pilot Mike Rockenfeller vor DTM-Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW) und Robert Wickens (Mercedes). Der 30-jährige Rockenfeller rockte die Islands und feierte von der Pole-Position einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Ausschlaggebend war eine perfekte Rennstrategie für seinen 2.DTM-Sieg in seiner Karriere . Der neue DTM-Leiter von Audi, Dieter Gass feierte gleich den ersten Sieg im zweiten Rennen.
„Ein schönes Rennen, die Optionsreifen haben zwar schneller abgebaut als gedacht, aber ich konnte das Feld kontrollieren, da die anderen Piloten auch die Probleme mit den Optionsreifen hatten“, freute sich Rockenfeller. Danach ging es für Rockenfeller gleich weiter zum Nürburgring, wo er wie seine Fahrerkollegen Martin Tomczyk und Augusto Farfuß das 24-Stunden-Rennen bestreitet.

BMW-Schnitzer-Pilot und Titelverteidiger Bruno Spengler erreichte Platz Zwei, konnte aber in keiner Phase des Rennens den Audi-Piloten gefährden. Dennoch ein perfektes Geburtstagsgeschenk für die Teamchefs Charly und Dieter Lamm, die in Brands Hatch ihren 58.Geburtstag feierten.

Auch für Mercedes gab es etwas zum Feiern. Nach dem schlechtesten Qualifying seit Jahren erreichten die Schwaben ein gelungenes Rennen. Gleich vier Mercedes-Piloten landeteten in die Top Ten. Robert Wickens feierte mit Platz 3 sein bestes DTM-Ergebnis. Der 24-jährige Kanadier fuhr ein sehr intelligentes Rennen und war in der Schlußphase des Rennens mit der Pace schneller als Mercedes-Speerspitze Gary Paffett. Die Stallorder bei Mercedes verhinderte es , dass Wickens an Paffett vorbeifahren durfte. Schade eigentlich. Ich finde die Stallorder nicht sehr sportlich.

Lokalmatador Gary Paffett wurde eigentlich Dritter, wegen Geschwindigkeitsübertretung während einer Gelbphase gegen Ende des Rennens wurde der Brite auf Platz 6 strafversetzt. Bitter für Paffett, der von Startplatz 11 bis dahin ein taktisch sehr gutes Rennen fuhr.

Knapp hinter Wickens belegte BMW-Neuling Marco Wittmann Platz 4 und zeigte wie schon in Hockenheim ein phantastisches Rennen. Nur 6/10 Sekunden fehlten zu einem Podiumsplatz. Auch Mercedes-Neuling Pascal Wehrlein zeigte ein fehlerfreies Rennen und feierte bei seinem zweiten Einsatz mit Platz 10 seinen ersten DTM-Punkt. Die jungen Piloten zeigen es den arrivierten Piloten. Fünfter wurde BMW-Pilot Joey Hand, der nach Platz 7 zum Saisonauftakt bereits zum zweitenmal in die Punkte fuhr.

Hockenheimsieger Augusto Farfuß auf BMW musste in Runde 65 wegen Schalt- und Elektronik-Probleme an zweiter Stelle liegend aufgeben. Sehr schade für den Brasilianer, der sicherlich auf dem Podest hätte landen können.

Im Mittelfeld wurde hart gerangelt, oftmals mit unsauberen Mitteln. Besonders der Spanier Roberto Merhi fiel gleich zweimal durch rüpelhaftes Fahrverhalten auf. In der Anfangsphase des Rennens beförderte er Timo Glock, der übrigens 13.wurde, in die Wiese. Später ritt der Spanier mit Martin Tomczyk das gleiche Manöver. Da hat sich der 22-jährige Mercedes-Junior keine Freunde gemacht.

Ergebnis 2.Lauf Brands Hatch:

  • 1. Mike Rockenfeller, Audi
  • 2. Bruno Spengler, BMW
  • 3. Robert Wickens, Mercedes
  • 4. Marco Wittmann, BMW
  • 5. Joey Hand, BMW
  • 6. Gary Paffett, Mercedes
  • 7. Mattias Ekström, Audi
  • 8. Christian Vietoris, Mercedes
  • 9. Timo Scheider, Audi
  • 10. Patrick Wehrlein, Mercedes

  • Nachgefragt bei … Hans Werner Aufrecht

    ADAC-Sportpräsiden Hermann Tonczyk und Hans-Werner Aufrecht, ITR-Boss (c)Erich Hirsch

    Der Saisonauftakt der DTM in Hockenheim hat den Fans der DTM ein echtes Feuerwerk geboten. Vor allem dank der beiden technischen Neuerungen, dem DRS und den Options-Reifen, gab es zahlreiche Überholmanöver, viele spannende Positionskämpfe und spektakuläre Aufholjagden. DTM.com sprach mit Hans Werner Aufrecht, dem Vorstandsvorsitzenden des DTM-Rechtehalters und –vermarkters ITR e.V., über den gelungenen Saisonstart und das nächste Rennen am 19. Mai in Brands Hatch.

    Wie hat Ihnen das Auftaktrennen in Hockenheim gefallen?
    Dieses Rennen hat mir, wie wahrscheinlich auch vielen anderen Zuschauern, unheimlich viel Spaß gemacht. So viele Überholmanöver, Zweikämpfe und Führungswechsel hat die DTM selten zuvor erlebt. Dass auf einmal Fahrer mit einer perfekten Strategie von Startplatz 20 genau so aufs Podium fahren können wie Piloten, die sich am Samstag die immer noch wertvolle Pole-Position erkämpft haben, ist eine Verbesserung, von der wir lange Zeit nur träumen konnten. Die Action stimmt!

    Also haben die Verantwortlichen mit der Einführung von DRS und Options-Reifen alles richtig gemacht?
    Alles sicher noch nicht, aber auf jeden Fall einiges. Wir waren davon überzeugt, dass diese Innovationen das Renngeschehen in der DTM verbessern würden. Dass sich diese Einschätzung dann auf der Strecke gleich im ersten Rennen so eindeutig bestätigt hat, ist für uns eine tolle Geschichte. Sowohl die Techniker, die am DRS getüftelt haben, als auch die Ingenieure unseres Reifenpartners Hankook haben einen außergewöhnlichen Job gemacht. Allerdings gibt es auch noch einige Dinge, die wir verbessern müssen.

    Was meinen Sie konkret?
    Wir müssen die Fans auf den Tribünen und zu Hause vor den Fernsehern noch besser einbinden und informieren, die Rennen noch verständlicher und überschaubarer machen. Es hat sich in Hockenheim gezeigt, dass die gelben Farbmarkierungen an den Options-Reifen schwierig bis gar nicht zu erkennen waren. Auch unsere Fernsehkommentatoren hatten daher Probleme, den zweifellos noch ungewohnt turbulenten Rennverlauf jederzeit richtig einordnen zu können. Wir suchen aber bereits gemeinsam mit dem DMSB und Hankook nach Möglichkeiten, wie wir dafür sorgen können, dass die Zuschauer besser erkennen, auf welchen Reifen ein Fahrer unterwegs ist. Es gibt dort verschiedene Ansätze, zum Beispiel die Verwendung der LED-Leuchten, die bislang die Zahl der Boxenstopps anzeigen, als Indikator für die Verwendung der Options-Reifen. Wir hoffen, dass wir vielleicht schon beim kommenden Rennen in Brands Hatch einen deutlichen Schritt nach vorne machen können.

    Was erwarten Sie jetzt vom heutigen Auftritt der DTM in Brands Hatch?
    Ich hoffe auf ein ähnlich spannendes Rennen wie in Hockenheim. In den letzten Jahren hatte es gerade auf der Strecke in Brands Hatch wenig Überholmanöver gegeben. Durch DRS und Options-Reifen sollte sich auch dort etwas ändern, sollte es mehr Abwechslung im Feld geben.

    Abwechslung ist gut, aber das Geschehen darf auch nicht zu unübersichtlich werden, oder?
    Ich denke, dass sich der DTM-Fan schnell eingewöhnen wird. Auch in der Formel 1 hatte es vor einigen Jahren Kritik an unüberschaubaren und unvorhersehbaren Rennen gegeben. Sobald die Zuschauer sich an die neuen Möglichkeiten gewöhnt haben, wobei wir als Veranstalter und auch die Kommentatoren im Fernsehen sicher helfen können und müssen, wird eine mögliche Konfusion mehr und mehr der neuen Faszination weichen. Davon bin ich überzeugt. Für Fahrer und die Strategen der Teams ist die Aufgabe auf jeden Fall deutlich anspruchsvoller geworden.

    Quelle: dtm.com


    Auto zu leicht: Tomczyk verliert Pole-Position an Rockenfeller

    Martin Tomczyk's Auto war zu leicht (c)BMW

    Das ist bitter für Martin Tomczyk und BMW. Die Freude über seine erste Poleposition für BMW in der DTM währte für Martin Tomczyk in Brands Hatch lediglich vier Stunden. Nachdem der 31-Jährige Fahrer vom BMW Team RMG zunächst im entscheidenden Q4 die schnellste Runde gefahren war, wurde er von den Rennkommissaren später vom zweiten Qualifying des Jahres ausgeschlossen. Bei der Untersuchung seines Autos am Abend wurde festgestellt, dass das zulässige Gesamtgewicht um 2,5 Kilogramm unterschritten wurde und das Gewicht damit 0,5 Kilogramm unterhalb der Toleranzgrenze lag. Tomczyk darf aber am Sonntag im Rennen vom letzten Platz starten.
    BMW M3 DTM 2013-9
    Teamchef Stefan Reinhold vom BMW Team RMG: „Unser Team hat offensichtlich einen Fehler gemacht. Dafür entschuldige ich mich bei Martin Tomczyk. Wie es dazu kommen konnte, werden wir nun im Detail analysieren.“ Auch Tomczyk war danach ziemlich angefressen:”„Das ist für mich eine große Enttäuschung. Dass man vom 22. Startplatz durchaus noch die Chance hat, Punkte zu sammeln, hat der Saisonauftakt in Hockenheim gezeigt. Allerdings weiß ich auch, dass eine ähnliche Aufholjagd auf diesem kurzen Kurs hier in Brands Hatch kaum möglich sein wird.“

    Die Pole-Position fiel durch Tomczyks Ausschluss an Mike Rockenfeller im Audi RS 5 DTM, der damit zum zweiten Mal in seiner DTM-Karriere von Startplatz eins in ein Rennen geht – wie 2011 erneut in Brands Hatch. Neben Rockenfeller in der ersten Startreihe steht Augusto Farfus im BMW M3 DTM, der Sieger des Auftaktrennens in Hockenheim. Auf den Plätzen drei und vier folgen Joey Hand und Champion Bruno Spengler in zwei weiteren BMW. Der beste Mercedes-Benz-Pilot Gary Paffett rückte durch den Ausschluss von Tomczyk auf den elften Platz vor.


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